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Geschichte

Geschichte der Hemauer Stromversorgung

Das Gaswerk Hemau war noch nicht lange installiert und als Energiespender für Haushalt und Beleuchtung parat, kamen allerorts Gespräche über eine örtliche Stromversorgung auf. Die ersten Anstrengungen für die regionale Elektrizitätsversorgung in Hemau wurden bereits 1913 unternommen. Durch den Ausbruch des 1. Weltkrieges wurden die Projektierungsarbeiten für die Elektrizitätsversorgung unterbrochen.

 

Die Bestrebungen wurden am 11. März 1919 wieder aufgenommen.

 

Der Stadtrat beschloss am 14. August 1921 mit 20 gegen 0 Stimmen:

  • • die sofortige Versorgung der Stadt mit elektrischer Energie
  • • den Bau der Hochspannungsleitung von Etterzhausen nach Hemau
  • • den Bau der Hochspannungsabzweigung, Trafostationen, Straßenbeleuchtung und Ortsnetz

 

Am 26. August 1921 hat die Stadt unter anderem die Verpflichtung übernommen, das Ortsnetz zu betreiben und den Strom als Großabnehmer ausschließlich von der Überlandzentrale zu beziehen und ihn auf eigene Rechnung und Gefahr an den einzelnen Abnehmer weiterzugeben - dies ist der eigentliche Geburtstag der Stadtwerke Hemau.

 

Bürgermeister Karl Maag, seine Verwaltung sowie die Herren des Stadtrates haben in dieser schwierigen Zeit kein Risiko gescheut, Hemau einen großen Schritt nach vorne zu bewegen. Der so genannte A-Vertrag - die Stadt als Stromgroßeinkäufer - gab der Stadt Hemau angemessene Geldmittel in die Hand, verpflichteten sie aber, das Ortsnetz auf dem neuesten Stand zu halten und Gewinnerträge zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger sinnvoll einzusetzen.

 

Die Installationsarbeiten am Netz sowie der Innenausbau zogen sich den Winter über bis in den Frühsommer hinein. Am 5. Juli 1922 konnte eine kleine Lichtfeier abgehalten werden.

 

Für die freundliche Zustimmung zu der auszugsweisen Veröffentlichung aus dem Buch "Vom Leben auf dem Tangrintel" bedanken wir uns sehr herzlich bei Hans Schuster.

 

Weitere Informationen zur Stadt Hemau finden Sie unter www.hemau.de

Geschichte der Hemauer Wasserversorgung

Die Hochebene des Jura ist als wasserarm überall bekannt und als eine der wasserärmsten Gegenden der Oberpfalz, ja vielleicht ganz Bayerns, darf man wohl das Hochplateau bezeichnen, das sich rechts der Schwarzen Laber stundenweit bis an die Altmühl hin ausbreitet und deren ungefähren Mittelpunkt die Stadt Hemau bildet. Von den Tälern der Schwarzen Laber, der Kleinen Laber bei Breitenbrunn und der Altmühl abgesehen, findet man auf der ganzen großen Fläche keine Quelle und keinen Brunnen, der sogenanntes Grundwasser liefert. Mit ängstlicher Sorgfalt wird von den Bewohnern das von den Dächern traufende Regenwasser gesammelt und in Zisternen geleitet, aus welchen es dann nach und nach verbraucht wird. Und regnet es längere Zeit nicht, dann gibt es Wassernot. Es ist keine Seltenheit, dass während langer strenger Winter die Leute Schnee und Eis schmelzen müssen, um Wasser für ihr Vieh zu erhalten und welch eine Kalamität der Wassermangel in trockenen Sommern bedeutet, davon kann man sich einen Begriff machen, wenn man bedenkt, dass dann die Leute tagtäglich stundenweit in die Täler zu fahren haben, um das für den Haushalt und Viehstand nötige Wasser herbeizuschaffen.

 

1835
In Hemau selbst suchte man diesem Wassermangel dadurch abzuhelfen, dass man einen großen Teich anlegte und die früheren Stadtgräben zu Wasserbehältern herrichtete. Bereits 1835 begannen die Planungen für eine zentrale Wasserversorgung aus dem Labertal. Aufgrund der schwierigen Finanzierung konnte jedoch erst 1849 mit dem Bau begonnen werden.

 

1864
Für die neue Wasserversorgung bemühte man eine im Labertal nahe der Friesenmühle gelegene Quelle. Mittels der Wasserkraft der Laber wurde das Wasser in ein Reservoir oberhalb Hemau und von da in den Ort selbst geleitet. Dort verteilte sich die Leitung aber lediglich auf vier öffentliche Brunnen und einige Brauhäuser.

 

Maschinenhaus um 1900
Maschinenhaus um 1900

1900
Wie man sich denken kann, reichte diese Art Wasserversorgung mit der Zeit nicht mehr aus. Hemau schritt daher im Jahre 1900 zum Bau einer neuen modernen Wasserleitung.

Die alte Quelle wurde mit einer neuen in der Nähe gelegenen zusammengefasst und ein neues Turbinenpumpwerk mit einem Reservebenzinmotor aufgestellt. Die Leitung zieht sich jetzt über Friesenhof und Kollersried bis an die Schönberghöhe vor Hemau hin, wo das Wasser in einem zweikammerigen Reservoir aufgespeichert wird. In der Stadt verzweigt sich die Leitung in 234 Hausanschlüsse, einen Zierbrunnen und 35 Hydranten. Der Bau der Wasserleitung, dessen Hauptarbeiten der Firma Brochier in Nürnberg übertragen worden waren, erforderte einen Kostenaufwand von 143.000 Mark, wozu die Stadt von der Regierung einen Zuschuss von 30 % erhielt.

 

Alter Wasserturm am Schönberg
Alter Wasserturm am Schönberg

1911
Die angrenzenden, damals noch selbständigen Gemeinden Kollersried, Langenkreith und Klingen bemühten sich auch um eine zentrale Wasserversorgung. Aus diesem Notstand wurde1911 das bisherige städtische Unternehmen „Wasserversorgung der Stadt Hemau“ in die „Hemauer Wasserversorgungs-Gruppe“ umgegliedert und umfangreiche Baumaßnahmen mit einem Gesamtaufwand von 120.000 Mark durchgeführt. Am Schönberg entstand ein neuer Hochbehälter mit 15 m³ Fassungsvermögen sowie zwei Ausgleichsbehälter in Berghof und Hennhüll. Das Versorgungsnetz wurde um 20 500 m Hauptleitung, 200 Hausanschlüsse und 80 Hydranten erweitert.

Wasserkraftwerk Labertal mit neuen Brunnen I
Wasserkraftwerk Labertal mit neuen Brunnen I

1939
Am Standort Brunnen I Labertal wurde 1939 als Ersatz für den ersten Brunnen aus dem Jahr 1864 und dem zweiten von 1900 ein neuer Brunnen benötigt. Dieser wurde mit einer Tiefe von 26,6 m und einer Schüttung von 12 l/sec. gebaut. Im Wasserkraftwerk wurde die liegende doppelwirkende Kolbenpumpe gegen eine stehende „Amag Hilpert“ Drillings-Kolbenpumpe mit einer Leistung von 5 l/sec. ausgetauscht. Ebenso wurde der Druckwindkessel ausgetauscht da er nicht mehr den geltenden Vorschriften entsprach.

Kaplan Turbine mit Regler
Kaplan Turbine mit Regler

1946 - 1953
Die überalterte Wasserkraftanlage Labertal wurde 1946 von der Fa. Storek München neu projektiert und in den Jahren 1949/53 umgebaut. Hierzu wurde das Stauwerk und das Maschinenhaus von der Fa. Pappi aus Laaber neu errichtet. Eine moderne Kaplan Turbine mit Regler der Marke Meier/Brackwede und einen AEG Generator lieferte die Fa. Kraus-Maffei. Die Leistung des Wasserkraftwerkes wurde dadurch auf 28 KW erhöht.

Turbinenschaufel und Leitschaufel
Turbinenschaufel und Leitschaufel

1959
Gründung „Zweckverband zur Wasserversorgung der Hemauer Gruppe“


1962 - 1965
Bedingt durch die Ansiedlung einer Bundeswehrgarnison mit Errichtung einer Kaserne und eines Munitionslagers in Hemau musste die Wasserversorgung den neuen Bedürfnissen angepasst werden. Hierfür wurde ca. 2 km nördlich von Hemau ein neuer Brunnen gebohrt mit der offiziellen Bezeichnung Brunnen II Birkenhof. Er besitzt eine Tiefe von 122,5 m und ist mit einer 15 l/sec. Unterwasser-Rohrmantelpumpe bestückt. Das Maschinenhaus wurde für etwaige Notfälle mit einem 115 PS Diesel-Notstromaggregat ausgestattet um auch unabhängig die Versorgung gewährleisten zu können.

1963 Neubau des Wasserturms in Hemau
1963 Neubau des Wasserturms in Hemau

Für den wesentlich erhöhten Wasserbedarf reichte der alte Wasserturm nicht mehr aus und es wurde in Hemau ein neuer Hochbehälter errichtet. Der neue Wasserturm hat eine Höhe von 30 m u. besitzt drei Trinkwasserkammern mit einem Fassungsvermögen von insgesamt 1 150 m³. Ebenso musste das Rohrleitungsnetz um 9 km erweitert werden. Die Jahresbezugs-menge an Trinkwasser betrug ca. 220 000 m³.

 

1979
Umstrukturierung und neuer Betriebszweig der „Stadtwerke Hemau“

 

1982
Im Brunnen I Labertal wurde eine Belastung mit halogenierten Kohlenwasserstoffen über dem Grenzwert festgestellt. Als Sofortmaßnahme und Übergangslösung ist die Beimischung vom Brunnen II erhöht und ein Verbund mit dem „Zweckverband zur Wasserversorgung der Hohenschambacher Gruppe“ geschaffen worden. Die Trinkwasser-Förderung vom Brunnen I wurde 1993 endgültig eingestellt.

 

Aufbereitungsanlage Brunnen III
Aufbereitungsanlage Brunnen III

1988 - 1992
Bedingt durch die Probleme mit dem belasteten Wasser vom Brunnen I und den teilweise bis zu 75 Jahre alten Anlagenteilen wurde das gesamte Anlagennetz überarbeitet. Für die gesamte Baumaßnahme wurde ein Kostenvolumen von über 5 Millionen € festgesetzt. Um die Versorgungssicherheit für die nächsten Jahrzehnte zu gewährleisten entschloss man sich einen neuen Tiefbrunnen im Doggerbereich einschließlich Aufbereitung zu bauen. Als Brunnenstandort wurde von den Geologen der Hang des Labertales ca. 3 km nordöstlich von Hemau ausgewählt. Der neue Tiefbrunnen mit der Bezeichnung Brunnen III Beilnstein wurde 1988 von der Fa. Etschl u. Meier auf eine Tiefe von 215,2 m ausgebaut und mit einer 20 l/sec. Unterwasser-Rohrmantelpumpe bestückt.

 

Am Ortsrand von Kollersried wurde das Maschinenhaus mit Aufbereitungsanlage erstellt. Bedingt durch die Entnahme des Trinkwassers aus dem Doggerbereich ist dies zwar unbelastet, jedoch sauerstoffarm und mit Eisen und Mangan angereichert. Dies wird in der Aufbereitungsanlage durch die Zugabe von Sauerstoff und Ausfilterung korrigiert. Um die Versorgungssicherheit zu erhöhen, wurde 3 km südlich von Hemau ein zusätzlicher Hochbehälter errichtet, dieser beinhaltet zwei Wasserkammern mit je 350 m³ Inhalt und dem gleichen Höhenniveau wie der Wasserturm. Zur Verbesserung der Druckverhältnisse wurden über 16 000 m Hauptleitungen in den Nennweiten 80 bis 150 neu verlegt und auch alle Hausanschlüsse in diesem Bereich erneuert. Zur Überwachungsvereinfachung wurden alle Anlagenteile fernwirktechnisch verbunden und die Bedienung der gesamten Versorgungsanlage größtenteils automatisiert.

 

Saniertes Kleinwasserkraftwerk
Saniertes Kleinwasserkraftwerk

1996 - 2001
Die Technik der Kleinwasserkraftanlage wurde in den Jahren 1996 überholt und teilweise erneuert. 2001 musste die Staumauer erneuert und die Außenfassade saniert werden.

 

Für diese Investitionen des Kleinwasserkraftwerkes „Friesenmühle“ wurden insgesamt ca. 350.000 DM aufgewendet. Zur Zeit werden mittels Turbine - Generator jährlich ca. 180 000 KW/h umweltfreund-licher Strom aus der Wasserkraft erzeugt und nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz vergütet.

 

2001
Das Ortsnetz Langenkreith aus dem Jahre 1911 wurde einschließlich der Hausanschlüsse auf einer Länge von 2 500 m mit einem Kostenaufwand von 600.000 € erneuert.

 

Schutzgebiete
Schutzgebiete

2002
Durch freiwilligen Vereinbarungen den Landwirten wird aktiver Trinkwasserschutz betrieben. Die Einschränkungen im Wasserschutzgebiet werden mit Ausgleichsleistungen für die grundwasserschonende Landbewirtschaftung entschädigt.

 


2005
Unter der Prämisse der Optimierung des Trinkwasserschutzes und der langfristigen Sicherung des Grundwasservorkommens im Oberpfälzer Jura Karstes haben sich am 25.11.2005 die sieben Wasserversorger (Stadtwerke Hemau; Stadtwerke Parsberg; Stadtwerke Velburg; WZV Eichlberger Gruppe; WZV Hörmannsdorfer Gruppe; WZV Hohenschambach ; WZV Laber-Naab ) zu der Kooperations-Gemeinschaft „Trinkwasserschutz Oberpfälzer Jura“ zusammengeschlossen. Unter der Leitung des Hydrogeologen Dr. Karl-Heinz Prösl sollen in den Wasserschutz- und Einzugsgebieten der einzelnen Brunnen Strategien für einen wirkungsvollen Trinkwasserschutz entwickelt und vollzogen werden.

 

UV-Anlage Brunnen II
UV-Anlage Brunnen II

2006
Im Ortsnetz Hemau wurden alten Wasserleitungen in den Teilbereichen Laubenhartweg und Ringweg erneuert, die Neubaugebiete Klingen und Hemau NW III Quartier 4 erschlossen.

 

Im Maschinenhaus vom Brunnen II hat man mit einem Kostenaufwand von knapp 20 000 € eine Wedeco UV-Anlage installiert. Hierbei wird das Trinkwasser zur vorbeugenden Entkeimung mit ultraviolettem Licht bestrahlt. Die Wasserversorgung der Stadtwerke Hemau befindet sich auf dem aktuellen Stand der Technik und die Wasserqualität entspricht allen gesetzlichen Bestimmungen.

 

Schaubild des Prozessleitsystems
Schaubild des Prozessleitsystems

2010
Ein Verbund mit dem Wasserzweckverband der Jachenhausener Gruppe wurde im Bereich des HB Thalhof erstellt und in diesem Zuge der unwirtschaftliche Brunnen II stillgelegt sowie das dazugehörigen Schutzgebiet aufgelöst.

 

Durch den Austausch der Automatisierungstechnik und der Anschaffung eines Prozessleitsystems ist jetzt eine Fernüberwachung und Regelung möglich.

 

Mit einer Investitionssumme von rund 240 000 € sind entscheidende Lösungen für die nächsten Jahrzehnte getroffen und somit die Wasserversorgung auf den neuesten Stand der Technik gebracht worden. Somit kann auch weiterhin ein qualitativ hochwertiges Produkt zu einem günstigen Preis an unsere Kunden abgegeben werden kann.

 

Zeitungsinserat von 1864 “Neues bayerisches Volksblatt”
Zeitungsinserat von 1864 “Neues bayerisches Volksblatt”

2012-2013
Im Bereich der Altstadt werden die Hauptleitungen und Hausanschlüsse erneuert und zur Erschließung des neuen Gewerbegebietes „Gewerbepark II“ sind rund 1200 m Hauptleitung GGG DN150 verlegt worden.

 

Das Hauptleitungsnetz hat mittlerweile eine Länge von rund 61 km und ist mit ca. 450 Hydranten und ca. 600 Hauptschiebern bestückt. Die Jahresfördermenge an Trinkwasser beträgt derzeit 300 000 m³ und es werden damit rund 5.500 Endkunden versorgt.

 

Am 21.09.2014 feierte die „Hemauer Wasserversorgung“ sein 150 jähriges Bestehen.
Buchtipp: 150 Jahre Wasserversorgung der Stadt Hemau

 

Wasser-Versorgungsgebiet
Wasser-Versorgungsgebiet

Wasser-Versorgungsgebiet im Ortsnetz Hemau

 

Geschichte der Hemauer Wärmeversorgung

Biomasseheizwerk
Biomasseheizwerk

Die Stadtwerke Hemau gehen auch bei der Beheizung der öffentlichen Gebäude neue Wege. Das Hackschnitzel - Heizwerk an der Schule ist seit Dezember 2008 bzw. Januar 2009 in Betrieb und beheizt das Altenheim, das betreute Wohnen, die Mittelschule mit Tangrintelhalle, das Rathaus, den Zehentstadel mit dem Haus der Musik und fünf Privathäuser.

 

Ausschlaggebend für die zügige Realisierung des Heizwerks waren die bisherigen Bestrebungen der Stadt Hemau zum Einsatz von regionalem Holz in allen Bereichen, wie z.B. der Neubau der Schule in Holzbauweise. Die Verknüpfung von Schule, betreutem Wohnen, Altenheim der Caritas stellen die Ausgangslage für die geplanten Erweiterungen der Anlage im Jahr 2009 dar. Der Ausbau wird zunächst bis hin zum Rathaus, Zehentstadel, Pfarrhaus und weiteren privaten und gewerblichen Objekten mit einem Nahwärmenetz erfolgen.

 

Der Hackschnitzelkessel mit 610 KW Heizleistung wird vom bisherigen fossilen Energieverbrauch (das sind ca. 180.000 Liter Heizöl - soviel wie 100 Wohnhäuser!) mehr als 95 % ersetzen. Durch die geplanten Anschliesser (Pflegebereiche mit hohem Sommer-Wärmebedarf) ist auch eine gute Sommerauslastung erzielbar. Da die Kesselanlage mit einer hochmodernen Staubreinigung, einer Lambdasonde und einer speziellen Low-Nox-Regelung zur Senkung der Stickoxydemissionen ausgerüstet ist, wird eine starke Absenkung der Emissionen gegenüber dem Ist-Zustand erreicht. CO² kann jährlich um ca. 450 t/a reduziert werden. SOX und NOX gehen stark zurück, Staub nimmt geringfügig zu.

 

Hackschnitzelkessel
Hackschnitzelkessel

Pro Jahr werden etwa 560 t ausschließlich naturbelassene Hackschnitzel (= ca. 2400 m³/a) aus dem Stadtwald von Hemau und umliegenden Wäldern eingesetzt. Dies sind ca. 70-80 Lieferungen pro Jahr, überwiegend in der Heizperiode. Die Zulieferung erfolgt über den Schulhof außerhalb der Schulzeiten. Im Winter finden max. 7 Lieferungen pro Woche statt. Lieferant ist die Waldbesitzervereinigung w.V. (WBV) Hemau, zu den größeren Mitgliedern zählt die Stadt Hemau.

 

Die Anlage läuft vollautomatisch, ohne eigenes Personal und ist technisch sehr einfach aufgebaut (keine Schnecken, sondern ein hydraulischer Direkteinschieber). Zur Spitzen- und Notversorgung werden die vorhandenen Gaskessel in der Schule weiterbetrieben.

 

Die Maßnahme kostet die Stadtwerke Hemau als Investor und Betreiber etwa 907 TEUR netto.

 

Eröffnung des Hackschnitzelwerkes
Eröffnung des Hackschnitzelwerkes

Fördermittel des bayerischen Technologie- und Förderzentrums i.H.v. 80 TEUR und Förder-mittel über das KfW Programm „Erneuerbare Energien“ – Darlehen mit Tilgungszuschuss i.H.v. 180 TEUR sind bewilligt und bereits ausbezahlt.

 

Das Hackschnitzelprojekt belässt den jährlichen Umsatz für Energie (180.000 Liter Heizöläquivalent = ca. 135.000 EUR pro Jahr mit stark steigender Tendenz), der bisher in außereuropäische Länder abgelaufen ist, jetzt in Hemau und Umgebung und schließt auch bei der Brennstoffversorgung und der Ascheverwertung (ca. 5 to/a) den Kreislauf.

 

Es ist eine der originären Aufgaben von Kommunen, die Infrastruktur für eine wirtschaftlich und sparsame Energieversorgung und dies noch mit starker regionaler und monetärer Wirkung zu schaffen.

 

Kennzahlen Biomasseheizwerk/Hackschnitzel der Stadtwerke Hemau

 

Investition netto: 907 TEUR
Nahwärmeleitungen: DN 50 bis DN 100 (10 cm Durchmesser); ca. 800 m
Anschlusspotential: ca. 180.000 Liter Heizöläquivalent pro Jahr,
davon Deckung durch Hackschnitzel: mehr als 95 %
Spitzen- und Notversorgung: durch vorh. Gaskessel
Hackschnitzelkessel: 610 kW Lambdasonde und LOW-NOX Hochleistungsmultizyklon
560 to/a naturbelassene Hackschnitzel = ca. 2400 m³ Hackschnitzel/a
Lieferant Hackschnitzel: WBV Hemau
Anschluss-Gesamtleistung: 1443 kW alle Gebäude
davon Hackschnitzel 610 kW
Deckungsgrad: > 95 %

 

 

Leitungsplan
Leitungsplan
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